Ein moderner Lithium-Ionen-Fahrradakku braucht wenig Pflege. Die Art und Weise, wie Sie den Akku nutzen, laden und lagern, hat jedoch großen Einfluss auf Leistung und Lebensdauer. Mit den folgenden Hinweisen halten Sie Ihren Akku so lange wie möglich in gutem Zustand.
Ein neuer Akku wird meist teilweise geladen geliefert. Wir empfehlen, den Akku vor der ersten Nutzung vollständig aufzuladen.
Während des Ladens leuchtet die Kontrollleuchte am Ladegerät rot. Sobald der Akku vollständig geladen ist, wechselt die Leuchte auf Grün. Grün bedeutet, dass das Ladegerät mit dem Stromnetz verbunden ist, der Akku aber nicht mehr geladen wird.
Ein Lithium-Ionen-Akku muss nicht erst einige Male vollständig entladen werden. Auch ein langes „Einladen“ ist nicht nötig.
Verwenden Sie vorzugsweise das Original-Ladegerät, das zum Akku gehört. Wenn Sie ein anderes Ladegerät verwenden, wählen Sie ausschließlich ein Modell, das für den jeweiligen Akkutyp geeignet ist und über die richtige Ladespannung, den richtigen Anschluss und die richtige Polarität verfügt.
Ein Lithium-Ionen-Akku muss nicht leer sein, bevor Sie ihn laden. Zwischendurch laden ist kein Problem, Sie müssen also nicht warten, bis der Akku fast leer ist.
Haben Sie auf einer kurzen Fahrt nur wenig Kapazität verbraucht und reicht die Reichweite für die nächste Fahrt? Dann muss der Akku nicht sofort wieder geladen werden.
Die Temperatur beeinflusst die Leistung eines Fahrradakkus. Ein Lithium-Ionen-Akku leistet am meisten, wenn er auf Betriebstemperatur ist, grob gesagt bei etwa 20–25 °C.
Bei niedrigeren Temperaturen steht vorübergehend weniger Kapazität zur Verfügung und die Reichweite kann spürbar abnehmen. Das bedeutet nicht, dass der Akku verschlissen ist: Bei höherer Akkutemperatur steht ein großer Teil dieser Kapazität wieder zur Verfügung.
Eine kühle, trockene und frostfreie Garage oder ein Schuppen ist daher ein guter Lagerort. Vermeiden Sie hohe Temperaturen, direkte Sonneneinstrahlung, ein heißes Auto, die Lagerung neben einer Heizung sowie nasse oder sehr feuchte Räume.
Nutzen Sie das Fahrrad einige Wochen oder Monate nicht? Lagern Sie den Akku dann nicht leer und vorzugsweise auch nicht über längere Zeit vollständig geladen.
Kontrollieren Sie den Akku mindestens alle zwei Monate. Ist der Ladestand deutlich gesunken, laden Sie den Akku wieder teilweise auf.
So verhindern Sie, dass die Akkuspannung bei längerem Stillstand zu weit absinkt.
Auch wenn ein Fahrradakku nicht genutzt wird, verbrauchen das BMS und die Elektronik eine kleine Menge Energie. Bleibt ein leerer oder fast leerer Akku zu lange ungenutzt liegen, kann die Spannung der Akkuzellen zu weit absinken. Das nennt man Tiefentladung.
Ein tiefentladener Akku kann beschädigt werden und lässt sich in manchen Fällen nicht mehr normal aufladen.
Laden Sie einen leeren Akku dann so schnell wie möglich und vorzugsweise innerhalb von 12 Stunden wieder auf. Lassen Sie einen vollständig leergefahrenen Akku also nicht tage- oder wochenlang ungenutzt stehen.
Ein kalter Akku kann während der Fahrt vorübergehend weniger Energie liefern. Ist der Akku sehr kalt, zum Beispiel weil das Fahrrad bei Temperaturen um oder unter dem Gefrierpunkt draußen gestanden hat? Lassen Sie den Akku dann erst auf Temperatur kommen, bevor Sie ihn laden.
Laden Sie Ihren Akku an einem trockenen, stabilen Ort, an dem Akku und Ladegerät ihre Wärme gut abgeben können.
Sind Sie unsicher, welches Ladegerät zu Ihrem Akku gehört, möchten Sie wissen, ob Ihr Akku noch einwandfrei funktioniert, oder suchen Sie einen passenden Ersatzakku?
RAP hilft Ihnen gerne mit persönlicher Beratung.
Mit mehr als 15 Jahren Erfahrung mit unter anderem Phylion und Joycube können wir anhand von Akkutyp, Artikelnummer oder einigen Fotos oft bestimmen, welchen Akku oder welches Ladegerät Sie benötigen.
Schicken Sie uns ein Foto des Etiketts und des Anschlusses Ihres Akkus oder kontaktieren Sie uns für eine Beratung.
Wie lange hält ein E-Bike-Akku und wann lohnt sich ein Austausch? Lesen Sie unseren Blog zur Lebensdauer eines E-Bike-Akkus.